Top-Tour Monte Pasubio

(Vizentiner Alpen, Venetien, Italien)

Höhe
2232 m
Höhendifferenz
1130 Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Mittel
Wintertauglich
nein
Exposition
Ost
Einkehr
Rif. Achille Papa
Ausgangsort
Bocchetta Campiglia
Aufstieg
Strada delle 52 gallerie, Rif. Achille Papa
Abstieg
Rif. Achille Papa, Strada degli Scarubbie
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Charakteristik

Die Besteigung des Monte Pasubio ist gleich in mehrfacher Hinsicht lohnend: Zum einen bietet der Gipfel ein völlig unverbautes 360°-Panorama, wie man es nicht oft findet, dazu führt bereits der Anstiegsweg durch ausgesprochen spektakuläre Berglandschaft mit jeder Menge Aussicht und schließlich ist da der historische Aspekt - schließlich wurde die extreme Weganlage von den italienischen Truppen während des Ersten Weltkriegs in den Berg gesprengt (diverse Infotafeln unterwegs). Schließlich erlangte der Pasubio traurige Berühmtheit als "Berg der 10.000 Toten". Der Weg zwischen den Tunnels ist durchaus exponiert, aber stets angenehm breit, sodass man genügend Abstand zum Abgrund halten kann. In den teils stockfinsteren Tunnels kann der Untergrund sehr holperig und glatt sein. Der Gipfelanstieg und der Rückweg sind ohne Schwierigkeiten, aber sehr geröllig. Insgesamt stellt die Tour eher Anforderungen an die Kondition als an das bergsteigerische Geschick. An Wochenenden meist sehr überlaufen.


Beschreibung

Hinweis: Zum Ausgangspunkt gelangt man wie folgt: Von der SS46 (Rovereto-Vicenza) zweigt etwas 2 km südlich des Pian delle Fugazze die Bergstraße zum Passo Xomo ab (5,2 km, einspurige Teerstraße). Am Passo Xomo links und noch ca. 1.5 km weiter bergauf bis zum Großparkplatz im Sattel Bocchetta Campiglia mit Einkehrmöglichkeit.

Hinweis: Unbedingt Taschen- oder Stirnlampe mitnehmen. Die Tunnels sind bis zu 380m lang und bisweilen stockfinster und uneben.



Aufstieg: Direkt neben der Bar an der Bocchette Campiglia beginnt der groß angekündigte Tunnelweg, die "Strada delle 52 gallerie" mit einem Waldweg, der sich in steilen Serpentinen hinaufwindet zum ersten Tunnel, wo man seine Stirn- oder Taschenlampe herauskramen sollte - man wird sie noch mehrmals brauchen. In den folgenden drei Stunden (so lange dauert es mindestens bis zum Rif. Achille Papa) wechseln sich nun Wegstücke im Freien und Tunnels ab (Grundrichtung durchgehend W): Die Passagen im Freien verlaufen dabei auf durchaus exponierten Felsbändern, sind aber immer mindestens 1m breit, sodass die Ausgesetztheit nicht so zu spüren ist. Die Tunnels variieren zwischen besseren Torbögen und stockdunklen Löchern, die auch durchaus holperig, felsig und rutschig sein können. Die längsten Tunnels, die Nummern 19 und 20, winden sich sogar spiralförmig in die Höhe. Bei Tunnel 33 ist die Hälfte der Strecke geschafft. Einen links vom Tal heraufziehenden Pfad und seine Fortsetzung rechts ignorieren wir und bleiben auf dem halbwegs eben dahinführenden Hauptweg. Die letzten Tunnels führen um ein aussichtsreiches und exponiertes Eck (Trasse und breit und außerdem versichert), wo dann auch endlich das Rif. Papa in seiner Senke auftaucht, schon erfreulich nah. Den Felssporn davor bewältigt man mal wieder bequem per Tunnel, bevor uns das steil und rutschig bergab führenden Tunnel 52 direkt auf der Hüttenterrasse abliefert. Noch vor dem Haus treffen wir links auf den Sattel Porta del Pasubio, wo sowohl der Gipfelsteig als auch der Rückweg abzweigen. Zum Gipfel ("Cima Palón") halten wir uns links, nahmen aber nicht die breite Straße, sondern den gerölligen Pfad oberhalb. Er führt uns in einigen grasigen Aufschwüngen in ein Hochtal (N) und etwas nach links schwenkend hinauf zu einem Kamm (W). An einer Verzweigung mit Festungsresten nehmen wir den scharf rechts abzweigenden Pfad (N), kurz darauf an einer beschilderten Gabelung ("Cima Palón, 15 Min.) ebenfalls den rechten. Wir passieren eine Gebäuderuine und müssen nun nur noch über sanfte Wiesenkuppen zum höchsten Punkt hinüberschlendern, der natürlich ebenfalls untertunnelt ist.

Abstieg: Auf gleichem Weg zurück zur Porta del Pasubio, wo der lange Rückweg, die Strade degli Scarubbie, ansetzt. In angenehmem Gefälle führt sie zuerst nach NO in der Hangflanke entlang, dann nach SO. Im Folgenden knickt sie wiederum nach NO ab, optional können die engen Serpentinen in diesem Bereich über gut markierte, geröllige Steiglein abgekürzt werden. Das letzte Stück erfolgt wieder in SO-Richtung und führt oberhalb der Malga Campiglia zurück zum schon lange sichtbaren Parkplatz an der Bocchetta Campliglia.